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Reisebericht Schottland

02 Dez 2022

Den Plan gab es schon seit langer Zeit, aber die Pandemie hat ihn immer wieder in die Zukunft geschoben. Im Mai 2022 war es soweit, wir konnten die Reise in das Zentrum des Golfsports, nach St. Andrews, antreten. Schon der Anflug nach Edinburgh ließ erahnen wieviel mehr Golfsport es in Schottland als bei uns gibt.
Am Flughafen werden wir von unseren Begleitern Suse und Holger herzlich in Empfang genommen. Die beiden organisieren mit großem Erfolg seit 9 Jahren Golfreisen in Schottland. Wir steigen in die beiden Busse und sind auf alles was uns erwartet sehr gespannt. Der Weg vom Flughafen nach St. Andrews ist äußerst kurzweilig, weil uns Holger davon berichtet, wie alles angefangen hat. Beide haben über Jahre hinweg ihre Urlaube in Schottland verbracht, um sich alles genau anzusehen. Ob mit oder ohne Golf, der Weg führt sie immer wieder auf die Insel. Irgendwann fiel der Entschluss – wir gehen rüber. Nach einigen Hürden, die zu nehmen waren, startete das Unternehmen „Golf in Scotland“ mit dem auch wir unterwegs sind.

Die Landschaft links und rechts der Straßen war so wie von uns vermutet. Kleine Orte mit typischem Baustil wechseln sich mit vielen grünen Wiesen ab. Dann ist es soweit. Schon von weitem ist zu erkennen, dass wir kurz vor den „150 The Open“ anreisen. Riesige Tribünen leuchten von der Ferne. Der Weg führt uns unmittelbar an den Old Course mit den uns so bekannten Gebäuden. Holger lässt es sich nicht nehmen, mit dem Bus unmittelbar über die Bahn 18 und 1 des Old Course zu fahren. Da stehen wir also auf einer der berühmtesten Golfbahnen der Welt. Ehrlich, das war (zumindest für mich) etwas Besonderes. Unser Hotel (B & B) liegt nur 200 Meter vom R & A entfernt. Die Seeluft ist allgegenwärtig und das „Geschrei“ der Möven passt in die Stimmungslage.

Unser erstes Abendessen findet bei Freunden von Holger im Restaurant „um die Ecke“ statt. Ein für uns sehr gelungener erster Abend endet an der Bar des Restaurants. Der Teppich im roten Schottenmuster gehalten und die (gefühlt) 150 verschiedenen Whiskeysorten hinter der Theke lassen keinen anderen Schluss zu – Wir sind da.

Es folgen Golfrunden auf den Golfcoursen: Dukes, Crail, Elie, Eden und Kittocks, die alle bei idealen Witterungsverhältnissen (Sonne und Wind) stattfanden. Die Plätze sind fast alle unmittelbar an der Küste gelegen und bieten immer wieder tolle Ausblicke über das Meer. Das Wetter war so gar nicht schottisch, so zumindest unser Glaube. Suse aber berichtet, das es in St. Andrews lange nicht so kalt, stürmisch und nass ist, wie wir es uns vorstellen. Auch bedingt durch die Lage des Ortes, auf einer Halbinsel, kommt es deutlich seltener zu Regen als vermutet. Wir stellen während und nach unseren Runden für uns fest, Golfsport ist in Schottland anders. Es hat Tradition, es ist alles andere als elitär, es gehört für die meisten Schotten zum Alltag und die Platze sind alle Top. Wie unvorstellbar wäre es für uns, wenn Sonntags die Ullersdorfer auf der der Bahn 1 Fußball spielen oder spazieren gehen würden. In St. Andrews ist das normal. Sonntags gibt es (Ausnahme große Turniere) keinen Spielbetrieb, da „gehört“ der Old Course den Einwohnern des Ortes.
Sie alle sind stolz auf das, was dort geschaffen wurde. Das spürt man sobald man mit den Einheimischen ins Gespräch kommt.

Wir jedenfalls sind begeistert von dem, was wir gesehen und erlebt haben. Es gibt aus der einen Woche noch unzählige Dinge, die zu berichten wären wie:Sticky Toffee Pudding, Tea Time im Old Course Hotel, Dunvegan Bar, The Open Museum und und und – unser Weg wird uns auch 2023 nach Schottland führen und wir freuen uns schon heute drauf. Interesse? www.golfinscotland.de und bestellt Grüße aus Ullersdorf, dann wissen Holger und Suse Bescheid.

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